In jedem sozialen Netzwerk, auf unzähligen Webseiten kommen wir mit dem Begriff in Kontakt. Dennoch wissen viele Menschen bis heute nicht, was überhaupt unter einem kostenlosen Browsergame zu verstehen ist. Gut, das Wort kostenlos ist selbsterklärend, eine vage Vorstellung, was ein Browsergame ist, wird auch jeder haben. Doch wie entstanden die ersten kostenlosen Browsergames?

Als das erste free Browsergame gelang dem Spiel „Moorhuhn“ der Weg in das Bewusstsein der Internetgemeinschaft. Kaum ein Büroangestellter konnte nach anfänglicher Skepsis dem Bann widerstehen, den das Spiel ausgestrahlt hat. Dabei war weder die Grafik nach heutigem Standard ausgereift, noch war eine Geschichte hinter dem Browsergame erkennbar. Dennoch: Mit einer Flinte auf zappelnde Moorhühner schießen, die sich hinter Graswällen, Bäumen oder Steinen versteckt haben, wurde beinahe über Nacht zum Volkssport.

Heute gehört diese Version des kostenlosen Browsergames der Vergangenheit an. Das typische Browsergame der Moderne unterscheidet sich kaum noch von käuflich zu erwerbenden Computerspielen. Die Grafiken sind ausgeprägt, dank downloadbarer Clients kann sogar ein dreidimensionales Spielumfeld geschaffen werden. In einem Punkt unterscheiden sich die heutigen kostenlosen Browsergames jedoch kaum vom damaligen Moorhuhn. Sie sind häufig zeitaufwendig und bannen den Spieler inmitten einer spannenden Geschichte. Wer auf der Arbeit einmal kurz spielen möchte, sieht häufig mit einem bangen Blick auf die Uhr, dass bereits zwei oder drei Stunden vergangen sind, seit das Spiel geöffnet wurde. Dennoch ist der Boom der kostenlosen Browsergames ungebrochen und nicht selten ist gerade der Vorgesetzte derjenige, der im Büro die größte Spielzeit für sich vereinnahmt.